Oberlinger-Orgel (1971/1998)
Ev. Immanuelkirche, Königstein

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Im Mai 1963 bat Herr Pfarrer von Heyel um einen ersten Kostenvoranschlag für eine Orgel mit 22 Registern. Die Disposition hatte Fräulein Ruth Kopf, die Königsteiner Kantorin ausgearbeitet.

Das Angebot der Gebr. Oberlinger schloss mit DM 59.800,--, jedoch ohne einen Gehäuseentwurf, weil bis dato keine Besichtigung der Kirche stattgefunden hatte.
Da sich der Kirchenvorstand jedoch nicht zu einem Neubau entschließen konnte, wurde im Juni 1964 ein Vertrag über die leihweise Überlassung einer Kleinorgel mit 8 Registern auf einem Manual und Pedal geschlossen.

Erst im Jahr 1971 konnte dann der Orgelneubau mit folgender Disposition realisiert werden:

I. Manual, Hauptwerk, C-g³
Principal  8’
Rohrflöte 8’
Octave 4’
Gedacktflöte 4’
Superoctave  2’
Mixtur V 11/3’
Trompete 8’

II. Manual, Positiv, C-g³
Gedackt 8’
Salicional 8’
Koppelflöte 4’
Principal 2’
Sesquialtera II
Scharff IV 1’
Tremulant

          

Pedal, C-f¹
Subbass 16’
Principalbass 8’
Gemshorn 4’
Stille Posaune 16’

Normalkoppeln

 

Die Orgel war klassisch mit Schleifladen und mechanischen Trakturen konzipiert.

Im Laufe der darauffolgenden Jahre wurde deutlich, dass die Orgel mit ihrer klassischen Disposition nur zu Darstellung eines Teiles der Orgelliteratur geeignet war. Insbesondere die romantische Musik blieb vollkommen verschlossen, weil ein Schwellwerk fehlte.
Im Zuge einer notwendigen Reinigung und technischen Instandsetzung der Orgel in den 90iger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde dann auch über eine Umgestaltung und Erweiterung der Orgel nachgedacht.

1998 führte die Werkstatt Gebr. Oberlinger schließlich die umfangreichen Arbeiten durch:

- Reinigung und technische Instandsetzung
- Vergrößerung des Orgelpodestes
- Verschieben der Orgel zur Brüstung hin
- Einbau eines Schwellwerkes
- Überarbeitung der Windladen
- Veränderung und Erweiterung der Disposition
- Einbau einer elektronischen Setzeranlage
- Umgestaltung des Spieltisches
- Einbau neuer Manubrien
- Grundlegende Überarbeitung der Intonation,

die zudem um neue Ornamente im Prospekt erweitert wurden.

Die zweimanualige Orgel hat 23 Register, Schwellwerk und eine Setzerkombination, die es erlaubt, dass Literatur von der der Barockzeit bis zu Spätromantik und Gegenwart musiziert werden kann.

Disposition (PDF)


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