Klais-Orgel (1975)
St. Marien - Kirche

Klais-Orgel

Die Geschichte der Orgeln in der katholischen St.-Marien-Kirche ist geprägt von der 1882 gegründeten Orgelbauerfamilie Klais. Drei Generationen schufen und warteten die Instrumente in der neogotischen Kirche in der Dorotheenstraße. Am 4. November 1906 wurde auf der Orgelempore das erste Instrument von Johannes Klais errichtet. Wie in der benachbarten Erlöserkirche machte man sich in St. Marien im Zuge der „Orgelbewegung“ Gedanken, wie man aus dem rein romantischen Instrument einen Klangkörper schaffen könne, der auch dem Klangideal barocker Werke entspräche. Auch hier wurde der Weg des teilweisen Umbaus beschritten, den der Sohn des Erbauers, Hans Klais, im Jahre 1938 durchführte.

Das hochwertige Material, das von Johannes Klais beim Bau der Orgel verwendet wurde, konnte über viele Jahrzehnte der starken Beanspruchung standhalten. Doch das pneumatische System war 1972 in einem Zustand, der eine dringende Renovierung oder einen Neubau unumgänglich machte. Man entschied sich für den Neubau, der vom Enkel des ersten Erbauers der St.-Marien-Orgel, Hans Gerd Klais, ausgeführt wurde. Aus statischen Gründen wurde die neue Orgel nicht mehr auf der Orgelempore, sondern im linken Seitenschiff plaziert. Am 17. August 1975 konnte das neue Instrument unter Verwendung des alten Materials mit nunmehr 2468 Pfeifen in 35 Registern auf drei Manualen und Pedal eingeweiht werden.

Disposition (PDF)


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