Förster & Nicolaus-Orgel (1967)
Evangelische Kirche, Gonzenheim

Förster & Nicolaus-Orgel

In der evangelischen Kirche in Gonzenheim konnte mit der Kirchweihe die neue Orgel der Firma Ratzmann & Söhne im November 1877 in Dienst gestellt werden. Es handelte sich um ein Werk mit 15 Registern auf zwei Manualen und Pedal sowie drei Bälgen, die von Kalkanten getreten werden mußten. Obwohl später ein Motor eingebaut wurde, mußten wegen häufiger Stromausfälle immer wieder Kalkanten in die Balgkammern schlüpfen.

Am 15. Juli 1917 mußten die Zinnpfeifen abgeliefert werden. Die Orgelbaufirma Förster & Nicolaus aus Lich übernahm zwar gleich nach dem Krieg die Wartung, aber in der Zwischenzeit hatten sich Mängel angehäuft, die kaum zu beseitigen waren. So setzte sich der damalige Kirchenvorstand für eine Neuanschaffung ein, weil eine Renovierung wenig lohnenswert und dafür zu kostspielig wurde. 1962 begannen die Vorbereitungen für den Neubau, und am Erntedankfest 1967 konnte die Orgel der Firma Förster & Nicolaus eingeweiht werden. Es handelt sich um ein Instrument mit Schleifwindladen und mechanischer Traktur, 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal sowie einem modernen, aber aufgelockerten Pfeifenprospekt.

Bei der Disposition wurde keine besondere Stilepoche für die Interpretation kirchenmusikalischer Werke bevorzugt, sondern in erster Linie auf den Einsatz der Orgel im Gottesdienst mit kleinerer Kammermusik Rücksicht genommen.


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