Dreymann-Orgel (1840)
St.-Martin-Kirche, Ober-Erlenbach

Dreymann-Orgel

Die älteste originale Orgel im Stadtgebiet Bad Homburgs steht in der St.-Martin-Kirche in Ober-Erlenbach. Erst 1990 konnte das aus dem Jahre 1840 stammende Instrument mittels Spenden und Benefizkonzerten renoviert und vervollständigt werden. Sie ist eine der seltenen Orgeln des Instrumentenbauers Bernhard Dreymann (1788-1857). Aus Kostengründen blieb die Orgel Dreymanns bei ihrer Einweihung am 5. April 1840 unvollendet: es fehlten drei Zungenregister.

1914 übernahm die Orgelbaufirma Förster & Nicolaus aus Lich die Orgelpflege und fügte dem alten Instrument ein elektrisches Gebläse bei, wodurch die Arbeit der Kalkanten überflüssig wurde. Während des 1. Weltkrieges entfernte man die Zinnpfeifen im Prospekt und ersetzte sie durch billigere. 1948 wurden durch Förster & Nicolaus in der Folge der Orgelbewegung heller klingende Register hinzugefügt, um barocken Werken klanglich eher entsprechen zu können. Vor zehn Jahren wurde eine Grundsanierung des denkmalgeschützten Instrumentes notwendig, und so beschloß die Kirchengemeinde gemeinsam mit der mit dem Instrument seit Generationen vertrauten Orgelbaufirma Förster & Nicolaus, nach und nach die Orgel ihrem ursprünglich von Bernhard Dreymann vorgesehenen Zustand zuzuführen. Am 1. April 1990 konnte die klangschöne Orgel - mit den über 150 Jahren fehlenden Zungenregistern, neuen Zinnpfeifen im Prospekt und generalüberholt - vorgestellt werden. Mit 24 Registern und zwei Manualen mit mechanischer Traktur steht ein historisch wertvolles Instrument zur Verfügung.

Disposition (PDF)


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